Dienstag, 26. April 2011

Der Rosenkranz – eine Perlenkette mit Bedeutung

In den südlichen Ländern ist es kein ungewöhnliches Bild: Eine ältere Frau oder ein älterer Herr sitzen auf der Treppe vor ihrem Haus und haben einen Rosenkranz in der Hand. Sie murmeln leise vor sich hin, ein Ave-Maria oder Vater-Unser sprechend. Der Rosenkranz, den sie dabei in Händen halten, kann mit Perlen aus verschiedenem Material bestückt sein: Mit Perlen aus Holz, Stein, Wachs oder auch Kunststoff. Manchmal werden die Gebetsketten auch in Souvenirläden als Urlaubsmitbringsel angeboten.

Und wozu genau dient ein Rosenkranz?
Ein Rosenkranz besteht aus vielen Perlen, die an einer Schnur kreisförmig aufgefädelt sind. Er hilft seinem Besitzer beim Verrichten des Gebets. So steht eine jede Perle für ein Vater-Unser oder ein Ave-Maria. Würde ein Gläubiger seine Gebete ohne einen Rosenkranz verrichten, dann würde er beim Beten leicht durcheinandergeraten: Er wüsste schon bald nicht mehr, wie viele Gebete er schon verrichtet hat und wie viele noch ausstehen. Diese Benutzung des Rosenkranzes erklärt jedoch noch nicht seine Herkunft.
Wie entwickelte sich die Nutzung des Rosenkranzes?
Der Rosenkranz ist besonders in der katholischen Kirche sehr verbreitet. Hier findet er den stärksten Gebrauch in den Monaten Mai und Oktober. Dies ist darauf zurückzuführen, dass der Rosenkranz eng mit Maria, der Mutter Gottes in Verbindung steht. Diese wird traditionell in den genannten Monaten verehrt. Ein typisches Gebet dabei ist das Ave Maria. Es wird seit dem frühen Mittelalter 150 Mal gebetet. Und wie oben beschrieben, wird nach jedem Gebet eine Perle weitergeschoben.
Um die Verehrung Marias wieder ins Licht der Aufmerksamkeit zu rücken, können Sie Rosenkränze aus Perlmutt, Holz, Stein und vielen anderen Materialien verschenken.

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